Das verkannte Paradies

TOTUS TUUS,MARIA !

DAS VERKANNTE PARADIES

Myriam van Nazareth

Über die Zurückweisung der vollen Wahrheit über Maria als Zurückweisung
von Gottes Liebe und Barmherzigkeit

Inspiration von Seiten der Heiligen Jungfrau Maria
zur Bezeugung der
Wahrheit des Myriam van Nazareth-Apostolates
und der Notwendigkeit der Verkündigung
von Marias Größe

“Für diejenigen, die nicht glauben wollen,
ist jedes Licht finster.”

(Maria an Myriam, 14. Februar 2010)

 

Inhalt

Einführung

  1. Neuen Offenbarungen sollte man besser misstrauen. Die Bibel sagt ohnehin schon alles.
  2. Wenn Maria so erhaben ist, wieso denn wird dies erst jetzt offenbart?
  3. In unserem Glauben steht Christus im Mittelpunkt. Jegliche Betonung auf Maria ist somit übertrieben.
  4. Maria war doch immer die demütige Dienstmagd?
  5. Maria ist immer im Schatten gestanden.
  6. Marienverehrung ist Abgötterei, sogar Okkultismus.
  7. Die „Herrin aller Seelen“ ist nicht von der Kirche anerkannt.
  8. Der Name "Myriam van Nazareth”

Einige Betrachtungen zum Schluss

Einführung

In der vorliegenden Schrift lässt die Allerheiligste Jungfrau Maria eine Antwort auf eine Anzahl von Thesen vorbringen, derer sich manche Seelen bedienen, die sowohl den Sinn als auch den Inhalt des Myriam van Nazareth-Apostolates [inzwischen gemäβ Vorschrift der Himmelskönigin als Maria Domina Animarum Apostolat bezeichnet] nicht verstanden haben und die sowohl dieses Apostolat als auch die Berufung von Myriam van Nazareth und die durch Myriam vorgenommenen Verkündigungen zurückweisen, kritisieren, als unglaubwürdig darstellen oder sogar verketzern, ohne sich je ernsthaft in das Ganze dieser Schriften vertieft zu haben und diese mit dem Herzen, in der vollen Auswirkung des Lichtes vom Heiligen Geist und von der wahren Liebe zu Gott und zu Maria in sich aufgenommen zu haben. Diese Schrift möge die Seelen zu der wahren Erkenntnis führen, die sie daran hindern wird, sich weiterhin ihrer Verirrung auszuliefern. Das Myriam van Nazareth-Apostolat ist ausschließlich die Frucht einer langjährigen mystischen Kenntnisübertragung aus dem Herzen der Allerheiligsten Jungfrau Maria in das Herz und die Seele Ihrer Myriam. Alles, was durch unser Apostolat verkündet wird, basiert somit auf Himmlischer Wahrheit. Dies möge auch durch diese Schrift deutlich werden.

Durch die Jahrhunderte hindurch sind viele Seelen dem Übel verfallen, die Thesen von Heiligen und Mystikern zu kritisieren, anzugreifen, zurückzuweisen und sogar zu verketzern. Dies ist auch in unseren Tagen noch in voller Heftigkeit der Fall. Die meisten von uns kennen die Aussagen, jede Verehrung Mariens, die über jene der oberflächlichen Volksfrömmigkeit hinaussteigt, laufe auf eine Verirrung, eine Ketzerei, eine Abgötterei, sogar eine Äußerung des Okkultismus hinaus.

Das Myriam van Nazareth-Apostolat basiert auf den von Myriam über den mystischen Weg empfangenen Offenbarungen, Verkündigungen und Belehrungen von Seiten der Allerheiligsten Jungfrau Maria in Ihrer Eigenschaft als die Herrin aller Seelen. Die Heilige Jungfrau verkündet, dass Sie Sich nunmehr in dieser Eigenschaft offenbart, weil Gottes Zeit dazu jetzt gekommen ist. Als die Herrin aller Seelen wird Maria – wie Sie es Selber ausdrückt – in Ihrer allerhöchsten Eigenschaft offenbart, die den Eckstein des Systems der Kenntnisse bilden soll, das Gott durch die Jahrhunderte hindurch in Bezug auf die Perle Seiner Schöpfung hat offenbaren lassen. In dieser Eigenschaft lehrt Maria die Wissenschaft des Göttlichen Lebens als ein Ganzes von Kenntnissen über das wahre Leben der Seele, das Leben in der vollen Blüte des Keimes der Heiligkeit, den Gott in die Seele legt und der sie in den Stand versetzt, zum Bild und Gleichnis Gottes zu wachsen. Der Endpunkt dieser Entwicklung ist die Fülle der Erlösung und der Heiligung.

Als die Herrin aller Seelen lässt Gott jetzt Maria in der Fülle Ihrer unvergleichlichen Größe, Erhabenheit und Heiligkeit offenbaren, als die Vertretung der absolut vollendeten Blüte des Keimes der Heiligkeit, als die am meisten vollendete Blüte als Bild und Gleichnis Gottes, die je von einer erschaffenen Seele verwirklicht werden könnte. Es braucht uns deshalb nicht zu wundern, dass unser Apostolat, ebenso wie die Figur von Myriam van Nazareth, Angriffen, Kritiken, Unglauben und Unverständnis aus bestimmten Ecken ausgesetzt sind, die den absoluten Gipfel der Marienverehrung, der durch unser Apostolat und Ihre Myriam offenbart und verteidigt wird, als mögliche Verirrung darstellen möchten.

Aus dieser schmerzlichen Feststellung der Ablehnung von dem, was Maria Selbst als “das größte Geschenk an die Menschheit seit der Menschwerdung, dem Kreuzestod und der Auferstehung Jesu Christi” (die vollkommene Marienweihe und die auf diese hin wirkenden Werke) hat sich dieses Manifest ergeben, in dem Maria Sich Selbst “das verkannte Paradies” nennt und in dem Sie betont, dass die Ablehnung der Fülle der Wahrheit über Ihr Wesen, über Ihre wahre Erhabenheit und über die Notwendigkeit der obersten Marienverehrung und der totalen Marienweihe in diesen Letzten Zeiten einer Ablehnung von Gottes Liebe und Barmherzigkeit, von Gottes größtem Entgegenkommen gegenüber den Menschenseelen seit der Gründung des Neuen Bundes, ja einer Ablehnung der Vollendung des Neuen Bundes in jeder individuellen Seele gleichkommt.

Es ist schmerzlich, wie leichtfertig dieser unentbehrliche Schritt im Rahmen der Vollendung von Gottes Heilsplan für die Seelen von manchen Seelen zurückgewiesen und angegriffen wird. Immer wieder stellt sich heraus, dass Seelen, welche die durch unser Apostolat verkündeten Thesen und Belehrungen der Herrin aller Seelen angreifen, kritisieren, zurückweisen oder sogar verketzern, ihr Urteil fällen, bevor sie das Ganze oder wenigsten eine breite Auswahl der Myriam-Schriften studiert haben. Maria lässt darauf hinweisen, dass keine einzige Schrift von Myriam van Nazareth getrennt für sich selbst beurteilt werden kann; dass nämlich alle diese Schriften gemeinsam ein vollkommenes System bilden.

Ein Beispiel: Die Essenz der Offenbarungen über das Wie und das Warum von Marias Eigenschaft als Herrin aller Seelen ist im Manifest Die Morgendämmerung von Gottes Reich auf Erden zusammengestellt worden. Die Seele, die dieses Manifest liest, kann den tiefen Wert und die tiefe Wahrheit derselben unmöglich beurteilen, ohne dass sie dessen Inhalt im vollständigen Kontext der Wissenschaft des Göttlichen Lebens betrachtet. Dazu ist notwendig, dass diese Seele auch andere Schriften von Myriam van Nazareth in sich aufnimmt. Ein falsches Verständnis von Thesen aus Schriften von Myriam van Nazareth hängt oft einfach mit der mystischen Natur dieser Verkündigungen zusammen. Wie sich weiter bei der Lektüre der vorliegenden Schrift herausstellen wird, ist es möglich, dass erneuernde, ergänzende oder vertiefende Kenntniselemente, die über den mystischen Weg an Seelen verkündet werden, zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht richtig verstanden werden, weil sie noch nicht Teil der gefestigten Theologie sind. Dies heißt aber nicht, dass diese Kenntniselemente unrichtig oder nicht Himmlischer Herkunft wären.

Maria warnt davor, dass jede Verketzerung der Verkündigung und der Erweiterung der Kenntnis, die Gott in diesen Letzten Zeiten in Bezug auf Ihre wahre Größe zulässt, von Satan eingegeben wird, der diese Verketzerung in eine der listigsten Fallen hüllt, die er je gestellt hat: Es stellt sich heraus, dass er diese Gesinnung vorzugsweise Seelen eingibt, die sich selbst für wahre Christen halten, und dass er diesen Seelen die Überzeugung eingießt, sie hätten die Mission, ihren Mitmenschen vor einer gefährlichen Verirrung zu behüten. Diese Seelen betrachten sich selbst als wahre Verteidiger des Christentums. Maria lädt jetzt Ihre wahren Geweihten zur Bildung einer Gebetskette zugunsten dieser Seelen ein, damit diese die Fülle von Gottes Wahrheit so annehmen mögen, wie diese wirklich ist: als das größte Geschenk von Gottes Liebe seit dem Kreuzestod und der Auferstehung Jesu Christi.

Lasset uns die wichtigsten Thesen betrachten, derer sich die Kritiker unseres Apostolates, der Verkündigung Mariens als die so mächtige Herrin aller Seelen und des höchsten Grades der Marienweihe vorzugsweise bedienen. Es handelt sich dabei Stück für Stück um Kritiken, die aufgrund der Wurzeln der christlichen Lehre berechtigt erscheinen, dies allerdings gar nicht sind, wenn man das Ganze dieser Offenbarung durch Maria Selbst und von der Heilsgeschichte nach den Werken Jesu Christi als Gott-Mensch auf Erden betrachtet.

1. Neuen Offenbarungen sollte man besser misstrauen. Die Bibel sagt ohnehin schon alles

Unser Christentum basiert auf der Lehre Jesu Christi. Diese Lehre vertritt die einzige Wahrheit Gottes und ist im Evangelium festgelegt worden. Wieso denn ist diese erste These der Kritiker falsch?

Zunächst lässt die Herrin aller Seelen darauf hinweisen, dass tatsächlich weit über neunzig Prozent aller Offenbarungen der jüngsten Jahrzehnte “falsch” sind, das heißt, nicht vom Himmel inspiriert und in Umlauf gebracht worden sind. Eine gesunde Zurückhaltung ist deswegen erforderlich. Gesund ist diese Zurückhaltung nicht länger, wenn sie „das Kind mit dem Bade ausschüttet“, mit anderen Worten, wenn sie aus Furcht vor Irreführung auch die authentischen Himmlischen Eingebungen durch wirklich von Maria (oder Jesus) ausgewählte Werkzeuge zurückweist, oder noch schlimmer, diese angreift und als unglaubwürdig darstellt.

Keine Seele kann Gott gegenüber irgendwelche Entschuldigung dafür gelten lassen, dass sie die Werke eines echten Werkzeuges Mariens oder Jesu kritisiert, unglaubwürdig erscheinen lässt, verketzert und gegebenenfalls andere Seelen davor zurückhält, diesen Werken Glauben zu schenken. Gott hat in jede Seele einen Keim der Heiligkeit gelegt, der sie dazu befähigt, Gut und Böse, Wahrheit und Unwahrheit zu unterscheiden und die diesbezüglichen Inspirationen des Heiligen Geistes in sich aufzunehmen. In dem Maße, wie sich die Seele rein erhält, kann sie sich zu jeder Zeit für die Erkenntnis von Elementen von Gottes Wahrheit öffnen.

Es kann nicht genügend betont werden: Ein echtes Werkzeug Mariens ist sich dessen voll bewusst, dass es sich selbst verdammen würde, wenn es nicht die volle Wahrheit verkündigen würde, Seelen in die Irre führen würde oder auf irgendwelche Weise vom Gehorsam gegenüber Maria (oder Jesus) abweichen würde, zu dem es im höchst möglichen Ausmaß verpflichtet ist.

Die These, dass die Bibel schon alles sagt, bringt einen Mangel an Kenntnis über das tiefe Wesen von Gottes Heilsplan und von der Vollziehung Seiner Werke zum Ausdruck. Diese These verkennt nämlich die Werke des Heiligen Geistes in der Kirche und verleugnet die Verheißung Jesu, dass Er den Heiligen Geist schicken wird, das heißt: dass Er nach Seiner Himmelfahrt die Kirche in der Fülle der Wahrheit würde belehren lassen, denn (so sagte doch Jesus):

“Viele Dinge könnt ihr jetzt noch nicht tragen... Der Geist der Wahrheit wird euch in die ganze Wahrheit führen“.

Das Evangelium ist der Anfang der Lehre Christi, der Anfang des Neuen Bundes. Diejenigen, die davon ausgehen, dass Gott jemals ein Werk anfangen lässt, ohne es zu vollenden, unterschätzen und verkennen die wahre Tiefe von Gottes Liebe. Jesus kam auf die Erde, Seine Kirche als die einzig wahre Kirche Gottes zu gründen, aufgrund Seiner Belehrungen in der Ewigen Wahrheit. Er hat jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Seine Werke als Gott-Mensch erst der Anfang waren.

Der Heilige Geist ist gekommen, einmal sichtbar in der Ergießung des Pfingstfeuers auf die Apostel im Zönakel in Jerusalem und nachher unzählige Male im Unsichtbaren, über den mystischen Weg in den Werken der Kirche und in individuellen Seelen, die dazu von Gottes wegen eine Berufung erhalten hatten bzw. haben und die in dieser Berufung von Jesus oder Maria begleitet wurden bzw. werden.

Die Werke des Heiligen Geistes haben sich in den Jahrhunderten nach Christo auch in heiligen Seelen offenbart, wie zum Beispiel in den Heiligen Grignion de Montfort, Bonaventura, Bernardus von Clairvaux, Bernardinus von Siena, Alphonsus de Liguori, Pater Kolbe und einer Anzahl von anderen, die Schritt für Schritt Kenntnisse über Maria erhalten und offenbart haben, die weit über die wenigen Worte hinaussteigen, die in den Evangelien über Maria geschrieben worden sind. Mögen die Kritiker der Werke unseres Apostolates nicht vergessen, dass mehrere unter den Heiligen, welche die Kenntnisse über Maria erweitert haben, von der Kirche zu Kirchenlehrern ernannt worden sind. Die durch diese Heiligen verkündigten Thesen über die einmalige Erhabenheit Mariens nicht zu beachten, kommt deshalb einer Auflehnung gegen die kirchlichen Entscheidungen gleich, aufgrund derer diese Thesen angenommen wurden und zur Grundlage für die Ernennung zum Kirchenlehrer wurden.

Die These, dass mit der Bibel alles aufhöre, kommt darüber hinaus einer Verkennung der kirchlichen Dogmen über Maria und mehrerer päpstlicher Enzykliken gleich, in denen die Größe, Erhabenheit und Macht Mariens Schritt für Schritt den Seelen freigegeben und als Glaubenswahrheiten vorgehalten werden. In vielen päpstlichen Texten durch die Jahrhunderte hindurch wird Maria den Seelen als der notwendige und wesentliche Schritt oder die notwendige und wesentliche Brücke zu Christus vorgestellt und als die vitale Figur in Gottes Heilsplan (unter anderen in Ihrer Rolle als Mittlerin der Gnaden).

Der Heilige Geist wirkt unaufhörlich über den Weg der Mystik. Die Mystik ist eines der größten Geschenke Gottes an die Menschheit, weil durch sie immer neue Kenntnisse oder Erweiterungen von bereits existierenden Kenntnissen, über Elemente von Gottes Wahrheit und über Mysterien der Menschheit geschenkt werden, durch individuelle Seelen im unmittelbaren Kontakt zu Jesus oder zu der Allerheiligsten Jungfrau. Durch die Jahrhunderte hat die Mystik immer als wichtige Nahrungsquelle für die Erweiterung der kirchlichen Thesen über Gottes Wahrheit gedient. Die Kritiker unseres Apostolates lassen sich aus diesem Grunde eine Verleugnung von Gottes Geschenk der Mystik zuschulden kommen, da die Wissenschaft des Göttlichen Lebens, wie diese nunmehr von Maria als Herrin aller Seelen gelehrt wird, ausschließlich die Frucht mystischer Kenntnisübertragung ist.

Seelen, die unser Apostolat, die wahre Größe Mariens als Herrin aller Seelen oder sogar einfach die höheren Grade der Marienverehrung zurückweisen oder verketzern, verkennen ein wichtiges Element von Gottes Werken, nämlich die Tatsache, dass Gott Seinen Heilsplan Schritt für Schritt ausarbeitet und allmählich neue Kenntnisse offenbaren lässt, welche die gefestigten Kenntnisse über Gottes Wahrheit erweitern. Würde Gott Seine Wahrheit gleich vollständig offenbaren, so könnte keine Seele am Leben bleiben, denn sämtliche Seelen würden schwer an einem Ballast unverdaulicher Kenntnisse zu tragen haben, die sie vielmehr zugrunde richten würden, als sie von innen heraus gegen alle Gefahren stärker zu machen, welche die Seele und ihre Heiligung bedrohen. Darüber hinaus würde eine natürliche Entwicklung von Gottes Heilsplan unmöglich werden, wenn das Ganze der Kenntnisse von Gottes Mysterien den Seelen auf einmal mitgeteilt würde. Maria weist darauf hin, dass die Seelen seit der Erbsünde nicht mehr dazu imstande sind, diese Kenntnisse sofort vollständig in sich zunutze zu machen und dass sie wegen der Erbsünde der vollständigen Eingießung dieser Kenntnisse auch nicht mehr würdig sind.

Nur aus diesem Grunde werden hin und wieder Seelen auf mystischem Weg zu einem Leben im ausschließlichen Dienst der Verkündigung berufen. Von diesen Seelen wird erwartet, dass sie ihr ganzes Leben Demjenigen bzw. Derjenigen ausliefern, Der bzw. Die sie ruft, um mit dem Einsatz ihres ganzen Wesens und Lebensweges, also in der absolutesten Weihe, die Werke für die Vollendung von Gottes Heilsplan unter den Seelen bekannt zu geben. Nur aus diesem Grunde wurde im Jahre 1997 Myriam van Nazareth von der Heiligen Jungfrau zu einem Leben in Ihrem Dienst berufen und kurz darauf zum Apostel der Verkündigung ausgebildet. Das Ganze sämtlicher Belehrungen und Schriften, die von Maria durch diesen Apostel den Seelen geschenkt werden, wird von der Allerheiligsten Jungfrau als die Wissenschaft des Göttlichen Lebens bezeichnet. Maria nennt diese Belehrungen, die Sie in Ihrer höchsten und obersten Eigenschaft als Herrin aller Seelen offenbart, „die Krönung von Gottes Offenbarung über Maria und über die Mysterien der Seele und von Gottes Heilsplan“.

Darüber hinaus ist es gemäß Gottes Plänen notwendig, dass jede Zeit ihre eigene Entwicklung durchmacht. Jede neue Offenbarung muss durch zwei Phasen hindurch:

  1. Es muss an sie geglaubt werden. Oft dauert es Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte, bevor diese Phase sich im einigermaßen großen Stil ihrer Vollendung nähert. Die Geschichte des Heils der Seelen zeigt uns viele Beispiele von mystisch begabten Seelen, die anfänglich heftig bekämpft wurden, als verdächtig und unglaubwürdig dargestellt wurden, sogar verketzert wurden, um zu einem gewissen Zeitpunkt (sobald die Fülle von Gottes Zeit für ihre Werke gekommen war) angenommen zu werden. In vielen Fällen wurden diese anfangs so heftig kritisierten Seelen nach langer Zeit heilig gesprochen, mehrere unter ihnen sogar zum Kirchenlehrer ernannt.

  2. Erst danach wird sie zu Wissen. Die Theologie ist ein Komplex von Kenntnissen, die sich auf den Glauben beziehen. Diese Kenntnisse betrachten zu jedem Zeitpunkt der Geschichte immer jede neue Information — die zum Beispiel aus einer mystischen Quelle zu den Seelen kommt — vor dem Hintergrund der Kenntnisse, die zu dem betreffenden Zeitpunkt als angenommen gelten. Zu gewissen Zeitpunkten offenbart Gott neue Kenntniselemente, die zu Seiner Ewigen Wahrheit gehören. Oft lassen sich diese neuen Kenntniselemente aus den gefestigten Kenntnissen der Theologie heraus nicht erklären oder “passen diese gleichsam nicht wirklich in die gefestigten Kenntnisse hinein”. Deswegen werden diese Kenntniselemente manchmal als unrichtig oder unwahrscheinlich verworfen. Aufgrund der Werke des Heiligen Geistes in den Seelen entwickeln sich auch diese allgemein akzeptierten Kenntnisse, so dass diese sich dann und wann erweitern. So lässt sich erklären, wieso neu offenbarte Kenntnisse über Gottes Ewige Wahrheit zu einem gewissen Zeitpunkt verworfen werden können, eine gewisse Zeit (manchmal erst Jahrhunderte) später jedoch plötzlich schon in die gefestigten Kenntnisse hinein zu passen scheinen. So geht es mit nahezu allen Kenntnissen, die den Seelen auf mystischem Wege übermittelt werden.

Nunmehr durchlebt die Geschichte des Heils die Phase, in der manche Kenntnisse, die im Rahmen der Wissenschaft des Göttlichen Lebens offenbart werden, insbesondere die Kenntnisse in Bezug auf die Erhabenheit und die Macht der Allerheiligsten Jungfrau Maria und auf Ihre Eigenschaft als die Herrin aller Seelen, durch manche Theologen zurückgewiesen werden könnten, weil sie angeblich „(noch) nicht in die gefestigten Kenntnisse über Gottes Wahrheit und den christlichen Glauben hinein passen”. Die derzeitige Unfähigkeit bestimmter Seelen, manche durch unser Apostolat verkündete Thesen zu akzeptieren oder aber die Wahrheit und die Authentizität derselben zu erkennen, sagt deshalb nichts über deren Wahrheit in Gottes Augen. Da es sich hier um Kenntnisse handelt, die von der Heiligen Jungfrau Maria Selbst offenbart werden, ist es lediglich eine Frage der Zeit, bevor die von Maria durch Ihren Apostel vollbrachten Werke auch ihren Platz innerhalb der gefestigten Theologie erhalten werden.

In Anbetracht des unendlichen Umfangs von Gottes Wahrheit — Gott Selbst ist unendlich, und alles, was Göttlich ist, vervielfacht sich unaufhörlich — und somit der Wissenschaft des Göttlichen Lebens muss die Offenbarung sämtlicher Elemente der Kenntnis über Gottes Wahrheit, also auch der Elemente der Kenntnis über die wahre Größe Mariens, in sehr vielen aufeinander folgenden Schritten vollzogen werden. Gottes Heilsplan kann unmöglich auf einmal in seinem unfassbaren Umfang und in seiner wunderbaren Vielseitigkeit den Seelen enthüllt werden. Die Seelen könnten dies nicht „verdauen“, und darüber hinaus würde dies gegen das Gesetz von Gottes Gerechtigkeit verstoßen. Tatsächlich: Die Sündhaftigkeit der Seelen macht sie zu blind, um diese Dinge ohne weiteres begreifen zu können. Nun ist jedoch die Zeit gekommen, den Neuen Bund zu seiner wahren Göttlichen Fruchtbarkeit zu führen. Das ist es genau, was Gott mit der Offenbarung Mariens als die Herrin aller Seelen beabsichtigt: Dies ist die Zeit, in der die Werke Christi durch die Vermittlung Mariens in Ihrer obersten Eigenschaft als Herrin aller Seelen in den individuellen Seelen vollendet werden sollen.

Gott will in den durch das Myriam van Nazareth-Apostolat über Maria verkündeten Kenntnissen Maria in Ihrer wahren Erhabenheit offenbaren, weil diese Offenbarung in dieser Zeit die letzte Phase der Verwirklichung Seines Göttlichen Heilsplans darstellt. Gott hat es so beabsichtigt, dass Er in den allerletzten Zeiten Maria in Ihrer wahren Größe, Erhabenheit, Macht und Heiligkeit offenbaren lassen sollte, weil Er dies im Rahmen des Kampfes vom Licht gegen die Finsternis für notwendig hält. Maria weist darauf hin, dass diese Offenbarung durch die Jahrhunderte nach der Himmelfahrt Jesu Schritt für Schritt vorbereitet worden ist, in den Werken der Heiligen, den päpstlichen Thesen und marianischen Dogmen und in den mystischen Werken durch Seelen, die dazu berufen waren oder sind, und dass diese Offenbarung jetzt in die Phase ihrer Vollendung gekommen ist, im Apostolat, das Sie Selbst in das Leben gerufen hat durch das kleine Werkzeug, das Sie mit Ihrem eigenen aramäischen Namen „Mär-i-am“ bekleidet hat, als ein Zeichen, gegenüber den Seelen, für die Tatsache, dass dieses Werkzeug von Ihr berufen ist und die Werke, mit denen es beauftragt worden ist, in einer mystischen Hochzeit mit Maria als Herrin aller Seelen vollbringt.

2. Wenn Maria so erhaben ist, wieso denn wird dies erst jetzt offenbart?

Ich habe die Unsinnigkeit dieser Kritik bereits im vorangehenden Punkt miterläutert und habe auch ausführlich darüber im Manifest Die Morgendämmerung von Gottes Reich auf Erden geschrieben. Ich verweise somit auf das vorerwähnte Manifest, in dem diese Kritik unter anderem im Punkt 4 widerlegt wird. Die Antwort auf diese Frage dürfte auch aus den Erläuterungen zu den nachfolgenden Punkten hervorgehen.

Alles in der Heilsgeschichte erfolgt zu Gottes Zeit. Das heißt, dass Gott Dinge geschehen lässt und neue Kenntniselemente offenbaren lässt, wenn Er in Seiner unfehlbaren Weisheit die Zeit für geeignet hält, die höchste Fruchtbarkeit damit zu erzielen für die Entwicklung und Vollendung Seines Heilsplans für alle Seelen, und wenn Er die Gelegenheit spürt, mit diesem Ereignis oder dieser Offenbarung die höchst möglichen Gnaden für die Seelen zu verbinden.

Maria ließ im vorangehenden Punkt bereits darauf hinweisen, dass die Offenbarung Ihrer obersten Eigenschaft als Herrin aller Seelen durch die Jahrhunderte hindurch Schritt für Schritt vom Heiligen Geist vorbereitet worden ist. Gerade diese Entwicklung beweist, dass Gott alles Schritt für Schritt offenbaren lässt und dass unsere Offenbarung der obersten Wahrheit und Kenntnis über Maria somit auf keinen Fall als unglaubwürdig dargestellt werden sollte.

3. In unserem Glauben steht Christus im Mittelpunkt. Jegliche Betonung auf Maria ist somit übertrieben

Bevor ich das tiefe Wesen dieser These erläutere, möchte ich eindeutig darauf hinweisen, dass Myriam van Nazareth von Maria zwecks der Verkündigung von und über Maria berufen worden ist. Unser Apostolat ist somit ein Instrument der Verkündigung der Wahrheit über Maria, wie Gott diese in unserer Zeit bekannt gibt. Die wahre Größe Jesu wurde bereits in den Werken des Gott-Menschen Selbst verkündet. Die wahren Eigenschaften Mariens sind aus den unter anderem in dieser Schrift aufgeführten Gründen sehr lange Zeit größtenteils unbekannt geblieben. Durch die Jahrhunderte hindurch ist die Kenntnis über die wahren Eigenschaften Mariens, eine Kenntnis, die Gegenstand eines der größten Göttlichen Mysterien bildet, Schritt für Schritt ergänzt worden, bis sie jetzt durch unser Apostolat in einem nie vorher gekannten Ausmaß erschlossen werden darf. Indem ich in Meinen Verkündigungswerken Maria voll betone und Ihr die volle Aufmerksamkeit widme, erfülle ich also lediglich meine Berufung und übe ich nur den vollen Gehorsam Gott und Maria gegenüber. Ich behaupte dadurch nicht etwa, Christus stünde nicht im Mittelpunkt des römisch-katholischen Glaubens. Ich verweise gern auf den Text Jesus und das Apostolat. Ich bin nicht dazu gerufen worden, die Wahrheit über Jesus Christus, sondern die Wahrheit über Maria bekannt zu geben.

Die einzige Wahrheit Gottes ist um Jesus Christus herum aufgebaut. Das versteht sich, wo Jesus der Sohn Gottes ist, in die Welt gesandt, um Seelen zu erlösen. Ohne Jesus wäre keine einzige Seele aus den Fesseln erlöst worden, in denen die Erbsünde die Seelen als Gefangenen der Finsternis der Sünde fest hält. Was ist denn der Sinn, die Logik und die Wahrheit, die sich hinter der Verkündigung Mariens als Herrin aller Seelen verbirgt und somit hinter der Verkündigung des außergewöhnlichen Wertes der vollkommenen Marienweihe?

In Ihrer Eigenschaft als Herrin aller Seelen offenbart Gott Maria als:

  • die vollkommene Lehrerin, die die Seelen mit der Lehre Christi, der Wahrheit Gottes, in ihrer vollen Tiefe bekannt macht, diese Lehre in allen ihren Elementen ergründet und so den Seelen die Kenntnisse verschaffen kann und will, die diese brauchen, um in aktiver Weise bei ihrer eigenen Heiligung mitzuwirken. Sie unterrichtet die Seelen nunmehr in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens als einer nie zuvor gekannten Ergründung der Kenntnisse über die Regeln, die das Leben einer jeden Seele zur Vollendung führen können. Das Leben einer jeden Seele auf Erden hat ja nur diesen einen Zweck: Die Seele zu einer möglichst vollkommenen seelischen Fruchtbarkeit zu führen, damit sich diese vollkommen heiligen und ihren höchst möglichen Beitrag zur Vollendung von Gottes Heilsplan mit der Gründung von Gottes Reich auf Erden liefern kann. Gott lässt jetzt Maria als die Morgendämmerung von Gottes Reich auf Erden verkündigen. Das Fundament für Gottes Reich auf Erden ist von Jesus Christus erbaut worden, es muss jetzt durch die Seelen unter der Führung der Herrin aller Seelen vollendet werden.

  • die Goldene Brücke zum Herzen Jesu Christi, und somit zum wahren Heil. Gott hat eine vollendete mystische Einheit zwischen den Herzen Jesu und Mariä geschaffen, eine mystische Einswerdung, die es möglich gemacht hat, dass Maria die Miterlöserin ist — Sie litt die Schmerzen und das Herzeleid Jesu auf sekundäre, mystische Weise in Ihrem eigenen Wesen mit, weil Sie als Erste dazu berufen war, „in Sich Selbst zu ergänzen, was an den Leiden Christi fehlt”. Ebenso hat Er eine vollkommene mystische Vermählung zwischen Maria und dem Heiligen Geist geschaffen. Bereits in früheren Jahrhunderten wurde Maria durch Heilige und in päpstlichen Schriften als die notwendige Brücke zum Heil verkündigt. Jesus hat für die Gesamtheit der Seelen die Erlösung vollbracht. Diese Erlösung muss jedoch in jeder Seele individuell erschlossen werden. Maria ist von Gott auserwählt, dies zu vollbringen. Sie hat dazu eine uneingeschränkte Macht über jede Seele erhalten, die allerdings nur mit der aktiven Mitwirkung der Seele entfaltet werden kann, das heißt: Wenn die Seele ihren Willen vollkommen in den Dienst von Gottes Werken stellt. Gott hat Maria jedoch die Führung über die Vollziehung dieser Werke anvertraut, indem Er Sie jetzt unter den nachfolgenden Eigenschaften verkündet:

  • als die Führerin und Herrin der Kämpfer von Gottes Licht gegen die Finsternis, das heißt: die Herrin über die Engel und über sämtliche Seelen, die bereit sind, sich Ihre Führung dadurch zunutze zu machen, dass sie ihr ganzes Wesen und ihr ganzes Leben in der möglichst vollkommenen Weihe Maria hingeben. Gott hat Maria zur Herrin aller Seelen gemacht. Allerdings werden nur diejenigen, die sich Ihr hingeben, die Früchte davon pflücken.

  • als die Trägerin einer uneingeschränkten Macht zur Lähmung der Werke der Finsternis, zur Erschließung der Heiligkeit in jeder Seele und zur Begnadung einer jeden Seele, damit diese ihre Höchstwirkung für die Vollendung von Gottes Heilsplan entwickeln kann.

    Die Seele kann dadurch geheiligt werden, dass sie zu Jesus Christus geht. Gott bevorzugt es aber, dass die Seele durch Maria zu Seinem Sohn geht, weil sich dadurch die Verdienste der Seele erheblich steigern: Durch den Glauben an die Fülle der Wahrheit über Maria schenkt die Seele Gott die höchst mögliche Verherrlichung und Anbetung, weil Gott in Maria die Fülle Seiner Schöpfungs-, Erlösungs- und Heiligungswerke angesammelt hat. Maria ist dadurch der lebendige Spiegel von Gottes Allmacht. Die totale Weihe und oberste Verherrlichung an Maria übersteigt jegliche andere Anbetung Gottes, einschließlich jeden unmittelbaren Weg zu Jesus (das heißt: jeden Weg der Ehrerbietung und des Kontaktes, der Maria umgeht).

In allen Ihren Tätigkeiten ist Maria nicht auf Sich Selbst bezogen. Sie verweist immer auf Gott. Jesus Selbst sprach vom Kreuz herab die Worte:
“Frau, siehe Dein Sohn; Sohn, siehe deine Mutter.”
Dadurch gab Er Maria den Seelen als die Brücke zu ihrem ewigen Heil, und die Seelen Maria. Durch diese Worte Jesu am Kreuz wurde die totale Weihe der Seele an Maria geheiligt. Der Gott-Mensch sprach diese Worte als eins der Elemente Seines großen Vermächtnisses an die Seelen, damit diese auf ihrem Weg zu Gott niemals Maria umgehen. Jesus schaltete dadurch nicht Sich Selbst aus, Er bestätigte lediglich die vollkommene Verschmelzung zwischen Maria und dem Herzen Gottes, Seinen Mysterien, Seiner Macht, also Maria als vollendeten Wegweiser zu Gott und als die absolute Krönung Seiner Werke.

Ich könnte es einfach nicht zu stark betonen: Die Offenbarung der tiefst möglichen Kenntnis über die wahre Größe, Erhabenheit und Macht Mariens als die Herrin aller Seelen verdrängt in keinerlei Weise die Rolle und Stelle Jesu Christi innerhalb von Gottes Heilsplan. Darüber hinaus kommt es einer Irrlehre gleich, wenn man die einmalige Herrlichkeit, Größe und Macht Mariens als eine Unwahrheit verketzert und die totale Marienweihe und den höchsten Grad der Marienverehrung als Verirrungen darstellt. Es handelt sich da um eine Irrlehre, weil dadurch sogar vielen Jahrhunderte alten Thesen, die innerhalb der Kirche angenommen worden sind, die Glaubwürdigkeit geraubt wird.

4. Maria war doch immer die demütige Dienstmagd?

Gott ließ die Berufung Mariens damit anfangen, dass Er Ihr das einmalige Vorrecht der Unbefleckten Empfängnis schenkte. Das einzige, was noch fehlte, um dieses einmalige Vorrecht zu seiner vollen Fruchtbarkeit zu führen, war Marias ausdrückliche Hingabe Ihres freien Willens an Gott, denn Gott hat es zu einem Gesetz gemacht, dass Er Seine Verfügungen immer von einem menschlichen Willen bekräftigen lassen will. Auf demselben Prinzip beruht der heilige Bund der vollkommenen Weihe einer Seele an Maria. Auf diesem Prinzip basiert ebenfalls die Auswirkung der Berufung einer Seele, die vom Himmel dazu eingeladen wird, sich aufgrund einer mystischen Vermählung mit Maria oder Jesus vollkommen Gottes Werken hinzugeben.

Maria schenkte Gott Ihren freien Willen, als Gott den Engel zu Ihr sandte, um Sie um Ihre Mitwirkung bei der Menschwerdung des Göttlichen Erlösers Jesus Christus zu bitten. Maria Selbst schloss den allerheiligsten Bund mit Gott als die Vertreterin der Menschenseelen durch Ihre Worte:

“Ich bin die Magd des Herrn, Mir geschehe, wie du es gesagt hast”.

Wie lässt sich denn die These verteidigen, dass Gott nunmehr Maria als die Herrin aller Seelen offenbaren lässt?

Maria war bereits vor Ihrem Leben auf Erden als die Herrin aller Seelen vorgesehen worden. Gottes Liebe geht aber so weit, dass Er, wie vorhin noch erwähnt, allen Seinen Verfügungen erst ihre volle Auswirkung verleihen will, sobald diese durch die freiwillige Einwilligung von Menschenseelen bekräftigt worden sind. So war es auch mit der Verfügung, kraft derer Maria für immer die Herrin aller Seelen sein sollte. Gott schenkte Ihr die Unbefleckte Empfängnis, wodurch Sie an Heiligkeit bereits sämtliche Menschenseelen weit übertraf. Maria musste dieses Vorrecht allerdings durch die freiwillige Hingabe Ihrer Selbst zu Diensten von Gottes Heilsplan bekräftigen, ebenso wie durch ein makellos heiliges Leben, das von unergründlichen Schätzen an Leiden und Schmerzen mit einem immensen erlösenden Wert für die Seelen erfüllt sein sollte.

Maria führte somit ein Leben als die wahre Miterlöserin, zumal da Sie von Gott die mystische Begabung erhalten hatte, so sehr mit dem Herzen des Gott-Menschen eins zu sein, dass Sie Seine sämtlichen Leiden in Ihrer eigenen Seele und auf sekundäre Weise in Ihrem eigenen Körper trug und dass Sie das alles durch einen ununterbrochenen Kampf gegen die schrecklichen Prüfungen und Schmerzen ergänzte, die sich aus Ihrer vollkommen entwickelten Fähigkeit ergaben, jegliche Sünde, Untugend und sämtliche inneren Gesinnungen aller Seelen um Sie herum in ihrem vollen Umfang zu empfinden und diese in Ihrer eigenen Seele und in Ihrem eigenen Herzen mit abzubüßen.

Aufgrund von all dem nahm Gott Maria nach Ihrem Leben auf Erden mit Leib und Seele in den Himmel auf und krönte Sie zur Königin der ganzen Schöpfung, zur Höchstrangigen nach Gott Selbst. Maria hatte die Gründung des Neuen Bundes mit der Erlösung der Seelen durch Ihre totale Weihe an Gott ermöglicht. Ohne Ihr Ja-Wort hätte der Neue Bund nie gegründet werden können, denn dann hätte Christus nicht als Gott-Mensch auf Erden gelebt, gelehrt, gelitten, wäre Er nicht gestorben und auferstanden und hätte Er nicht die einzig wahre Kirche Gottes gründen können.

Maria sollte künftighin in einem so einmaligen Ausmaß an der Macht, der Weisheit und dem Wissen Gottes teilhaben, dass Er Ihr die Führung über alle Seelen anvertrauen konnte und Er Sie in der Fülle Seiner Zeit den Menschenseelen auf Erden würde verkünden können in der Eigenschaft, welche die Fülle Ihrer Würde voll zum Ausdruck bringt, wie diese bisher nur den Glückseligen im Himmel und den Teufeln in der Hölle bekannt war: als die Herrin aller Seelen.

In dieser hoch erhabenen Eigenschaft ist Maria immer noch die Dienstmagd, und zwar in der Fülle des Wortes, denn als die Herrin aller Seelen stellt Maria alle Ihre Werke vollkommen in den Dienst der Vollendung von Gottes Werken und Plänen. Als die Herrin aller Seelen bietet Maria jetzt Gott die absolute Krönung der Berufung, die Sie erfüllen wird bis zum Ende der Zeit: jene der Zerschmetterung Satans und seiner Werke unter Ihrem Fuß, nachdem Sie möglichst viele Seelen in Ihrem Dienst zur Empfindung des wahren Lichtes geführt haben wird. Das alles tut Sie nicht um Ihrer eigenen Glorie Willen, sondern zur absoluten Verherrlichung der Werke Ihres Sohnes Jesus Christus. Als Herrin aller Seelen erfüllt Maria deshalb in der vollkommensten Form die Berufung eines Christen: Heil zu erwirken durch die Vollbringung von Werken im totalen Dienst an Gottes Heilsplan. Maria ist die verkörperte totale Selbstverleugnung und somit die Verkörperung der absolut vollendeten Demut.

Maria sagt, dass die Göttliche Vorsehung die Stunde eingeläutet hat, in der die vollendete Demut den Gipfel Ihrer Begnadung (Maria ist bekanntlich “voll der Gnaden”) enthüllen soll. In der Offenbarung Mariens als die Herrin aller Seelen antwortet Gott auf die Finsternis mit der absoluten Höchstwirkung Seines Lichtes: Die Finsternis wird nun dazu gezwungen, Schritt für Schritt anzuerkennen, dass die vollkommene Selbsterniedrigung mit einer Erhebung belohnt wird, die über alles hinaus steigt. Die Verherrlichung Mariens hat bereits mit Ihrer Unbefleckten Empfängnis begonnen, musste jedoch aufgrund eines Göttlichen Gesetzes Jahrhunderte lang größtenteils verschwiegen und verborgen bleiben.

Maria weist darauf hin, wie nur einige auserwählte, bevorrechtigte Seelen wie der Heilige Joseph und der Apostel Johannes Ihre wahre Größe einigermaßen wahrheitsgetreu einschätzen konnten, dass es aber auch Johannes von Gottes Wegen untersagt war, über diese Feststellung in Bezug auf die Mutter Jesu zu schreiben, weil die noch junge Kirche Christi nicht dazu imstande gewesen wäre, neben dem bereits umstrittenen Christus auch noch die außergewöhnliche Verherrlichung einer erschaffenen Seele wie Maria innerhalb dieses „neuen Glaubens“ richtig einzustufen. Maria vertraute mir einst an, Sie Selbst habe Johannes, während dieser viele Jahre nach der Himmelfahrt Jesu sein Evangelium schrieb, durch eine mystische Offenbarung (Maria Selbst war ja auch bereits in der Herrlichkeit des ewigen Paradieses) verboten, auch nur das geringste Wort über Ihre wahre Art niederzuschreiben. Vielleicht lässt sich gar kein größerer Nachweis für die ewig dauernde Demut Mariens ausdenken.

Ihre absolut vollendete Empfindung der Demut hat Gott in Seiner Absicht gestärkt, Maria eine Macht zu schenken, welche die gemeinsame Macht aller Heiligen unendlich weit übersteigt. Gott lässt diese Macht nunmehr in ihrer Fülle verkündigen als ein unabschätzbares Geschenk von Liebe, denn Er gibt diese Macht dazu bekannt, dass Seelen sich ihrer zum Zweck ihrer eigenen Heiligung und somit für ihre ewige Glückseligkeit bedienen können. Wieso nehmen Seelen Anstoß daran, dass Gott ihnen in Maria als Herrin aller Seelen eine goldene Brücke zu einer viel größeren Glückseligkeit offenbart?

5. Maria ist immer im Schatten gestanden

Tatsächlich. Die Seele kann im Evangelium nichts über die wahre Natur Mariens erfahren. Alles Wissen, das wir über Sie besitzen, verdanken wir den ergänzenden Informationen, die uns durch die Werke des Heiligen Geistes zugeflossen sind, das heißt also: durch den mystischen Weg. Es stellt sich jetzt heraus, dass diese mystischen Informationen — so sagt es Maria Selbst — in den Verkündigungen Mariens als der Herrin aller Seelen gekrönt werden. Dass Maria, trotz Ihrer außerordentlichen, einmaligen Größe, lange eine große Unbekannte geblieben ist, hat mehrere Gründe:

  • Weil Gott für jede Offenbarung eine Zeit vorher sieht und die Offenbarung der wahren Erhabenheit Mariens noch nicht für die erste Zeit nach Christo verfügt war, sondern für unsere Zeit, die Letzten Zeiten vor der Vollendung von all dem.

    Erstens gab es das Risiko der Verwirrung unter den Seelen, wodurch die Wurzeln des jungen Christentums hätten geschwächt werden können. Tatsächlich, die ersten Christen sollten voll an Christus orientiert werden und mussten sich bereits gegen die schweren Kritiken derjenigen verwehren, die Juden blieben. Wäre auch noch die wahre Erhabenheit und die einmalige Heiligkeit Mariens allgemein bekannt geworden, so hätte dies Verwirrung herbeischaffen können, wie es mir Maria Selbst offenbarte:
    “Viele hätten Mich für eine Göttin gehalten, was die Werke Christi hätte benachteiligen können, denn die Aufmerksamkeit musste auf Ihn gelenkt werden, in Seiner Eigenschaft als Erlöser, als Sohn Gottes.”
    Zweitens ist das Mysterium rund um die Vollkommenheit Mariens als das größte Wunderwerk Gottes so groß, so erhaben und so umfassend, dass die Kenntnisse davon in vielen aufeinander folgenden Phasen enthüllt werden mussten. Ich wies in der vorliegenden Schrift bereits darauf hin, dass dies durch die Jahrhunderte hindurch erfolgt ist, in vielen Offenbarungen durch Heilige und Mystiker und durch mehrere Werke, die von den Behörden der römisch-katholischen Kirche ausgegangen sind. Nunmehr ist die Zeit gekommen, um diese nach und nach gesammelten Kenntnisse weiter zu vervollständigen und diese auf unüberbietbare Weise zu vertiefen. Dies ist nicht nur die logische Fortsetzung der Entwicklung, mit welcher Gott bereits vor Jahrhunderten angefangen hat, Maria Selbst hat dies darüber hinaus Myriam gegenüber bestätigt.

  • Weil Maria Selbst nicht wollte, dass Sie in das Licht gestellt wird.

    Ich habe dies im vorigen Punkt bereits angedeutet. Maria besaß bereits während Ihres irdischen Lebens eine Weisheit, die jene der „gewöhnlichen“ Seele weit überstieg. Ihre Erkenntnisse von Gottes Werken und Plänen waren unendlich viel größer als jene anderer Menschenseelen, weil Sie diese Erkenntnisse dazu benötigte, Ihrer außergewöhnlichen Berufung als Miterlöserin mit Jesus die volle Fruchtbarkeit geben zu können. Aus diesem Grunde wusste Sie, dass Gottes Zeit für die Offenbarung Ihrer Erhabenheit noch nicht gekommen war.

    Maria wollte Selber immer im Schatten bleiben. Sie ist nicht aus Sich Selbst heraus aus dem Schatten getreten, Gott hat Sie ins Licht gestellt. Er lässt jetzt die Fülle vom Licht Mariens sehen, weil Sie die Führung über die Vollendung der Erlösung und der Heiligung in den individuellen Seelen und somit über die Auswirkung von Gottes Heilsplan besitzt. So erhebt Gott diejenigen, die lieber andere im Licht sehen als sich selbst. Er hat Maria als die Herrin aller Seelen vorgesehen, um in diesen Letzten Zeiten Seine Werke in den Seelen zu vollenden. Dazu musste Er Maria aus dem Schatten treten lassen, denn die Seelen können nicht aktiv bei ihrer Erschließung unter der Führung von jemandem mitwirken, dessen Natur ihnen völlig unbekannt ist. Die Hingabe und Weihe einer Seele basiert immer auf dem Vertrauen, das diese Seele demjenigen entgegen bringt, dem sie sich hingibt und weiht. Eine Seele kann sich nicht vollkommen Maria ausliefern, solange sie nichts von der wahren Natur Mariens, Ihrer Größe und Macht weiß. Aus diesem Grunde musste Gott Maria in dieser Zeit schon ins volle Licht stellen.

    Maria hat Sich tatsächlich immer hinter Jesus zurück gezogen, und tut dies immer noch. Ihre Werke stehen ganz und gar im Dienst der ursprünglichen Werke Christi. Weil die Werke, die Sie ausführt und führt, Werke Gottes sind, hat Sie viele Elemente von Gottes Macht und Weisheit zu Ihrer Verfügung bekommen. Die Tatsache, dass Maria Sich durch Myriam van Nazareth in der Fülle dieser erhabenen Eigenschaften offenbaren lässt, heißt nicht, dass Sie auf unberechtigte Weise aus dem Schatten geholt würde, sondern, dass Gott will, dass dies jetzt geschieht, weil Seine Zeit dazu gekommen ist.

6. Marienverehrung ist Abgötterei, sogar Okkultismus

Seelen, die sich dieser These bedienen, haben das Verhältnis zwischen Jesus und Maria oder zwischen Maria und der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, ganz und gar nicht begriffen. Diese Aussage liefert den eindeutigsten Nachweis der Unkenntnis in Bezug auf das wahre Wesen Mariens und den Kern von Gottes Heilsplan für diese Letzten Zeiten. Sämtliche Myriam van Nazareth-Schriften liefern zusammen eine überwältigende Menge von Material, das die Absurdität dieser These zu allem Überfluss beweist. Gerne weise ich diesbezüglich auf den nachfolgenden Vergleich hin, den die Herrin aller Seelen einst formulierte:

Wenn man Jesus mit der Sonne vergleicht, sind Maria und Ihre Werke die Strahlen. Es sind die Strahlen, die das Sonnenlicht bis zu den Seelen bringen. Wieso könnte Maria denn Selber etwas anderes als Licht sein? Maria ist die Mutter des Lichtes (Jesus Christus). Marienverehrung ist Verherrlichung von Gottes absolutem Meisterwerk, Verherrlichung der obersten Heiligkeit (der Unbefleckten Empfängnis), Verherrlichung der vollendeten und lebenslänglichen Sündenlosigkeit. Ist eine Seele, die ein Leben lang frei von jeglicher Sünde, jeglicher Untugend, jeglichem Fehler oder jeglicher Nachlässigkeit bleibt, nicht der absolute Gegenpol der Finsternis? Wie kann man die Verehrung dieser Seele denn als „okkult“ (= finster, der Finsternis dienlich) bezeichnen? Ich weise in diesem Zusammenhang gleich darauf hin, dass die Worte “Verehrung dieser Seele” auch nicht auf Abgötterei hinweisen; dass es sich da nämlich nicht um die Verherrlichung dieser Seele an und für sich handelt, sondern um dasjenige, was durch diese Seele vertreten wird. Die Seele Mariens vertritt die höchste Fülle der Heiligkeit, die jemals von einer Seele verwirklicht werden kann. In der Fülle der Heiligkeit betet man also nicht diese Seele an, sondern Gott, der diese Heiligkeit in dieser Seele ermöglicht hat.

Okkult ist alles, was mit der Finsternis, also mit Satan, im Zusammenhang steht. So wie Jesus Christus der Gegenpol Satans, des Antichrist, ist, hat Gott auch Maria zum Gegenpol Satans gemacht: Sie ist die Frau mit der Schlange (Satan und seinen Werken von Finsternis) unter Ihren Füßen, als Zeichen Ihrer absoluten Macht über ihn, über sämtliche Werke der Finsternis, über die Sünde, über jegliche Versuchung. Indem Er Maria ebenso zum Gegenpol Satans gemacht hat, wie Jesus Selber dies ist, hat Gott die Einheit zwischen Jesus und Maria im Herzen und in den Werken bezeugt. Maria ist somit, ebenso sehr wie Christus, das absolute Gegenteil von „okkult“. Somit ist die Verehrung Mariens nichts anders als Verehrung des Lichtes in seinem allertiefsten Wesenskern: der mystischen Einheit mit Jesus, mit dem Heiligen Geist. Aus diesem selben Grund ist Maria mit Recht und vollkommen die Miterlöserin.

Maria ist von Gott dazu auserwählt, Seinem allergrößten Werk zugrunde zu liegen: der Erlösung. Deshalb wurde Sie Mutter des Gott-Menschen, war Sie aufgrund Ihrer heiligen Schmerzen, Aufopferungen und Gebete völlig an Seinen Werken der Erschließung von Seelen beteiligt und hat Sie die Macht erhalten, in diesen Letzten Zeiten diese Erschließung von Seelen zu vollenden. In all dem verkörpert Maria das Licht von Gott Selbst. Aus diesem Grunde verehrt die Seele in Maria das Licht Gottes, Seine größten Mysterien (die Erlösung, die Unbefleckte Empfängnis...) und Sein Meisterwerk und dadurch das absolute Gegenteil der Finsternis, des Okkulten.

Dass Marienverehrung einer Abgötterei gleichkommen würde, lässt ebenfalls eine vollkommene Unkenntnis über dasjenige erkennen, was Marienverehrung und totale Weihe wirklich bedeuten. Niemals hat Maria Sich Selbst mit Gott gleichgestellt, auch nicht in Ihrer Verkündigung als Herrin aller Seelen. Sie stellt Sich Selbst und alle Ihre Werke ausdrücklich in den Dienst von Gottes Heilsplan für die Seelen. Einst erläuterte Maria mir eine Vision, in der ich große Mengen von Engeln kniend zu Ihren Füßen liegen sah, mit den Worten:
“In Mich beten die Engel Gottes Glorie an, der all diese verzückenden Herrlichkeiten, blendende Schönheit und berauschende Macht in Mir zustande gebracht hat”
(Offenbarung der Herrin aller Seelen, 22. August 2006). An einer anderen Stelle weist Maria darauf hin, dass Sie nicht “angebetet“ werden darf; dass Sie nämlich eine erschaffene Seele ist, aber dass Gottes Gesetz verlangt, dass Sie die allerhöchste Ehrerbietung erhält, weil Gott in Ihr die Vollkommenheit der Gesamtheit Seiner Schöpfungswerke angesammelt hat und Sie gegenüber den Seelen Seine Werke vertritt.

Die Seele, die Maria die höchste Ehrerbietung bereitet und bzw. oder sich total an Maria weiht, bringt dadurch der Allerheiligsten Dreifaltigkeit die allerhöchste Verherrlichung, Anbetung und Weihe dar. “Abgötterei” würde heißen, dass sich die Seele in allem an Maria orientiert und Gott vergisst. In der wahren Marienverehrung wäre dies vollkommen unmöglich, denn Maria vertritt Gottes Werke und ist für diese Letzten Zeiten zur Führerin der Ausführung Seines Heilsplans gedacht worden. Man kann unmöglich dadurch Abgötterei betreiben, dass man der Krönung und Vertretung von Gottes Werken die höchste Ehrerbietung darbringt, da man dadurch ja Gott Selbst anbetet und verherrlicht. Jesus sagte mir bereits mehrere Male betont, dass es Ihn tiefstens betrübt und verletzt, wenn Seelen zu Ihm gehen und dabei Maria umgehen oder Maria ungenügend Ehrerbietung darbringen.

Ob die Seele Abgötterei betreibt, wird durch die Gesinnung bestimmt, in welcher sie Maria verehrt und sich Ihr hingibt. Verleugnet man dabei vollkommen Gott und Seine Werke und Pläne, dann ist Marienverehrung leer und inhaltslos. Wirft man sich zu Marias Füßen nieder und bekennt man sich zu Ihr als der obersten Herrin in der Absicht, sich dadurch der höchst möglichen Fruchtbarkeit der vollkommenen Darbietung seiner Selbst für Gottes Werke und für die Gründung von Gottes Reich auf Erden zu versichern, so betreibt man keine Abgötterei, sondern oberste Anbetung des wahren Gottes. Die Herrin aller Seelen ist nicht das Tor zu einem Götzendienst, Sie ist das Tor zum Reich Gottes. Wer sich vor Ihr nieder wirft, geht durch Sie in das Reich des wahren Gottes hinein. Wie kann er denn zu den Füßen der Herrin aller Seelen Abgötterei betreiben?

7. Die Herrin aller Seelen ist nicht von der Kirche anerkannt

Dies ist noch nicht möglich. Eine kirchliche Anerkennung mystischer Phänomene erfolgt gewöhnlich nicht, während diese noch voll im Gang sind. Der Grund ist ebenso verständlich wie heilsam. Die Kirche kann mystische Phänomene nicht anerkennen, während diese noch im Gang sind, weil sie sich dann noch kein Bild des Inhaltes der Botschaft verschaffen kann, die durch dieses Phänomen übermittelt wird. Solange der Himmel diese Offenbarung der Wissenschaft des Göttlichen Lebens und der höchsten Eigenschaft Mariens weiterhin vertieft, wird von den Seelen nichts anders erwartet als eine vollkommene Offenheit für das Licht des Heiligen Geistes, der im Herzen offenbart, was Licht und was Finsternis bringt, was von Gottes Wahrheit ausgeht oder nicht.

Die Herrin aller Seelen lädt jede Seele, die Zweifel an der Wahrheit unseres Apostolates hegt, dazu ein, möglichst viele der Belehrungen, Gebete, Briefe und der anderen Schriften, die Maria durch Ihre Myriam auswirkt, mit dem Herzen in sich aufzunehmen und sich dann, nachdem Maria das unvergleichliche Parfüm Ihrer Liebe durch diese Texte in ihr Herz hat sprengen können, eine Idee davon zu bilden, wo diese Offenbarung ihrer Ansicht nach wohl her kommt, und ob sie es dann noch für so unglaubwürdig hält, dass die vollkommene Marienweihe den größten Segen für die Menschenseelen in diesen Letzten Zeiten bildet.

8. Der Name "Myriam van Nazareth”

Es hat Seelen gegeben, die Anstoß an dem Namen genommen haben, unter dem die Herrin aller Seelen und alle Ihre Belehrungen verkündet werden. Ich möchte diese Seelen betont darauf hinweisen, dass sie dadurch eine Entscheidung von Maria Selbst bestreiten. Myriam hat sich diesen Namen nicht selber zugelegt, dieser wurde von Maria gewählt und verliehen, als Zeichen dafür, dass Sie Ihre Offenbarung als Herrin aller Seelen durch Myriam verkündigt, weil Sie an Myriam die mystische Vermählung mit Sich vollzogen hat. Sie hat Myriam mit dem Namen bekleidet, den Sie Selbst in Ihrer Muttersprache, dem Aramäischen, trug: “Myriam”, was sich im Aramäischen ungefähr wie „Mär-i-am“ anhörte und im späteren Sprachgebrauch allgemein als “Maria” wiedergegeben werden sollte. Maria hat gewollt, dass sämtliche Offenbarungen, Belehrungen, Gebete und anderen Schriften, die Sie durch Ihren Apostel verkündigen würde, unter Ihrem ursprünglichen, aramäischen Namen erscheinen sollen, unter dem Namen, den Sie von Gott Selbst erhalten hatte. Sie lud deshalb Myriam ein, in Ihre Entscheidung einzuwilligen, und kraft des Ja-Wortes trat Myriam bereits im Jahre 1997 jegliche möglichen Früchte dieses Werkes an Maria ab, unter dem Bekenntnis, dass jegliche Frucht, die über den mystischen Weg erbracht werden sollte, als dasjenige betrachtet werden sollte, was sie wirklich ist: als Erzeugnis Mariä.

Einige Betrachtungen zum Schluss

Das Geschenk der Liebe, das Gott mit den durch das Myriam van Nazareth-Apostolat verbreiteten Verkündigungen den Seelen bereitet, besteht daraus, dass jetzt den Seelen gezeigt wird:

  • wozu sie wirklich leben und kämpfen, wozu ihre Prüfungen und sämtliche Schwierigkeiten ihres irdischen Lebens wirklich dienen und wie sie dies alles fruchtbar und sinnvoll machen helfen können;
  • wie die absolute Krönung von Gottes Werken der Heiligung (Maria) aussieht;
  • dass es sich lohnt, sich selbst vollkommen zu verleugnen in einem Kampf gegen die Feinde Gottes, wenn dieser Kampf von einer Seele angeführt wird, die dazu die uneingeschränkte Macht erhalten hat (Maria).

Maria will nur die Seelen zum Sieg über sich selbst und über sämtliche finsteren Einflüsse und Anhänglichkeiten in sich selbst führen, um durch diesen Weg Satan vorhalten zu können: “So sieht eine Seele aus, die sich Mir hingegeben hat und dadurch in den Stand versetzt worden ist, Jesus Christus in sich neu geboren werden zu lassen.” Das Ergebnis, wie Gott es beabsichtigt hat, soll sein, dass Satan letzten Endes erkennt, dass er sowohl von Gott (Jesus Christus) als auch von der vollendeten Menschenseele (Maria) besiegt worden ist. Jede Seele kann an diesem Kampf aktiv beteiligt werden, dadurch den Sinn von allem entdecken lernen, so den wahren inneren Frieden finden und bereits auf Erden ein Glück empfinden, das sie zuvor für unmöglich hielt.

Selig die Seele, die imstande ist, Maria in diesem Sinne als die vollendete Brücke zwischen Gott und den Seelen zu erkennen, und die dieses einmalige Geschenk von Seiten des schöpfenden, erlösenden und heiligenden Gottes mit der Annahme und Würdigung desselben beantwortet. Nicht alle Seelen scheinen dazu imstande zu sein, denn die Seelen haben sich zu lange verblenden lassen, um noch ohne weiteres annehmen zu können, dass Gott so weit gehen würde, Seine Liebe zu beweisen.

Nicht jeder ist bereit, diese höchste Offenbarung der Größe Mariens anzunehmen. Dies setzt voraus:

  • eine große Offenheit für die Erweiterung der gefestigten Kenntnisse von Gottes Wahrheit;
  • eine große Liebe für Maria und für Gottes Werke (Maria ist das Allergrößte von Gottes Werken);
  • ein großer Glaube an die ständige Wirkung des Heiligen Geistes in Seelen, die dazu gerufen werden, in der Absicht, Gottes Plan mit den Seelen zu seiner Vollendung führen zu helfen;
  • ein großer Widerstand gegen die Versuchung, diese tiefgehende neue Offenbarung zurückzuweisen.

Es soll berücksichtigt werden, dass die höchste Offenbarung der wahren Erhabenheit Mariens Satan so weckt, wie nichts anderes dies tun könnte, und dass er alles daran setzt, diese befreiende Kenntnis, diesen höchsten Beweis von Gottes Liebe, von den Seelen zu entfernen und dafür zu sorgen, dass diese in möglichst wenigen Seelen Wurzeln schlagen kann. Er weiß, dass, wenn Marias Eigenschaft als Herrin aller Seelen allgemeine Anerkenntnis finden wird und sich die Wissenschaft des Göttlichen Lebens allgemein durchsetzen wird, dies das Ende seines Reiches auf Erden bedeuten würde. Es gilt somit, genauestens das eigene Herz und Gewissen zu ergründen, wenn man in sich selbst Unglauben und bzw. oder Widerstand gegenüber dieser Offenbarung bemerkt, und vorsichtig zu sein, wenn man andere Seelen von diesem wunderbaren Geschenk Gottes in Kenntnis setzen möchte: Manche werden dieses Geschenk gnadenlos verurteilen, weil die Gesinnung ihres Herzens und ihrer Seele noch nicht bereit ist, diese Gaben Gottes richtig zu würdigen. Es ist weise, solche Seelen nicht an erster Stelle mit der absoluten Krönung der Offenbarung über die Erhabenheit Mariens zu konfrontieren, wie diese zum Beispiel in Die Morgendämmerung von Gottes Reich auf Erden vorgestellt wird, bevor sie die Gelegenheit bekommen haben, mit den „sanfteren“ Äußerungen von Marias Liebe in vielen der anderen Schriften von Myriam van Nazareth Bekanntschaft zu machen.

Wer Myriam van Nazareth und unser Apostolat angreift, stellt die Allerheiligste Jungfrau Maria Selbst als eine Lügnerin dar, denn auf Ihren Worten und Ihrer mystischen Kenntnisübertragung basiert unser ganzes Verkündigungswerk. Es ist gut, einmal Nachfolgendes zu erwägen:

Wie kann eine Seele sich selbst “gläubig” nennen, während sie einen Großteil von Gottes Wahrheit zurückweist? Gewiss, man kann „mit privaten Offenbarungen besser vorsichtig sein’, aber sollten die Seelen, die diese These handhaben, nicht ebenso vorsichtig sein mit ihrer eigenen Einstellung des Unglaubens gegenüber den Werken des Heiligen Geistes und der Liebe Gottes?

Wer kann je meinen, ein wahrer Christ zu sein, während er die Wahrheit über die wahre Größe der Mutter Christi als Ketzerei zurückweist und dadurch die Barmherzigkeit Christi verleugnet, welche diese Erweiterung der Kenntnisse über die wahren Eigenschaften Mariens möglich macht als Geschenk an die Seelen in ihrem Kampf gegen die Finsternis? Lasset uns nie vergessen, dass Jesus Selbst die Seelen Maria und Maria den Seelen gegeben hat, in der Absicht, dass die Seelen durch Maria den Weg zur Vollendung der Werke Christi in sich selbst finden mögen. Es ist unmöglich, Jesus wahrhaftig zu lieben, während man Seine Mutter zur Seite schiebt oder die Ihr von Gott Selbst geschenkte Größe, Erhabenheit und Macht nicht in ihrer Fülle annehmen will.

Wie können Seelen sich nach der Verbannung allen Elends aus der Welt und aus ihrem eigenen Leben sehnen, während sie der Brücke, über welche Gott dieses Elend bekämpfen will (Maria) unbedingt ihre Fundamente rauben wollen? Es ist bemerkenswert, dass vor allem die Seelen, die Maria nicht als dasjenige anerkennen wollen, was Sie wirklich ist, sehr oft dem größten inneren Kampf anheim fallen und nicht den wahren Frieden Christi in ihrem Herzen zu finden scheinen, weil diese Seelen sich selbst von wichtigen Zufuhrkanälen der Gnade los schneiden, ihre Verherrlichung an Gott mit Bedingungen verbinden — denn sie verkennen die Größe Seines absoluten Meisterwerkes — und sich zum leichten Opfer Satans machen, der ja in ihnen nicht Diejenige findet, Die er sogar noch mehr verabscheut als Jesus Christus: Maria in der Fülle Ihrer Macht über alle Finsternis.

Viele Seelen sind offensichtlich nicht dazu imstande, den wahren Wert der wahren, tiefen Verehrung Mariens, so wie Gott diese von den Seelen in den Letzten Zeiten verlangt, zu würdigen. Manche dieser Seelen können die wahre erhabene Eigenschaft Mariens offenbar nicht in das Ganze unserer christlichen Glaubenslehre einordnen, andere wollen dies aus unterschiedlichen Gründen offenbar nicht tun. Möge diese Schrift diesen beiden Gruppen von Seelen dabei helfen einzusehen, dass ihre Liebe zu Gott nicht vollkommen werden kann, solange sie diesen Teil der Kenntnisse über Gottes Wahrheit nicht zu ihrem Weltbild zulassen. Unglaube gegenüber Himmlischen Verkündigungen heißt Ablehnung eines Göttlichen Geschenkes. Der Neue Bund kann seine Vollendung nicht in der Seele finden, die Gottes Liebe und Barmherzigkeit zurückweist. Es ist nie zu spät, das Herz jetzt noch für dieses Geschenk zu öffnen.

In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,

Myriam, im Februar 2010